Liebe zur Kirche
Vom Hass zur Liebe der Kirche
Gut 20 Teilnehmer vom GetStrong im Allgäu nahmen am Wintertreffen teil. Am Tag des Bekehrung des heiligen Paulus besuchte der Kemptener Dekan Bernhard Hesse die Gruppe und brachte ihnen mit Bildern von den Orginalschauplätzen in Damaskus den Glaubensweg des Apostels der Völker nahe und feierte die Messe, bei der in der Lesung die spektakuläre Wendung des Kirchenhassers Saulus in den leidenschaftlichen Verkünder Paulus verkündet wurde. Am Nachmittag stand jahreszeitengemäß eine Schlittenfahrt auf dem Programm. Auch wenn der Schnee schon am Schmelzen war fanden die Jungen genug weißes Nass für eine rasante Abfahrt und die nicht zu vermeidende Scheeballschlacht. Bevor der Abend mit einer ruhigen Anbetung abschloss, gab es noch einen spannenden Casinoabend, bei dem die Betreuer in elegante Kleidung schlüpften.
Lebendige Glieder sein
Am Sonntag erklärte P. Martin Baranowski LC die Bedeutung der Liebe zur Kirche, indem er die Nummer aus den Statuten des ECYD auslegte: „Die ECYD-Mitglieder lieben die Kirche und fühlen sich als lebendige Glieder von ihr. Sie lernen, ihre kirchliche Sendung wahrzunehmen, die Frohe Botschaft zu verbreiten. Sie ehren den Papst als Stellvertreter Christi auf der Erde. Sie wollen seine Lehren kennen und verbreiten und seine Initiativen unterstützen“ (Statuten des ECYD Nr. 9,3). „Sicherlich es ist angesichts hoher Austrittszahlen, einer Überalterung, der tragischen Missbrauchsfälle sowie trauriger Kapitel der Kirchengeschichte nicht immer leicht, eine positive Einstellung zur Kirche zu gewinnen“, räumte der Jugendseelsorger ein, „doch die Kirche ist kein menschlicher Verein, sondern letztlich der lebendige Christus, an dessen Leben jeder Christ durch die Taufe Anteil erhält.“ Daher lehren die Kirchenväter: „Niemand kann Gott zum Vater haben, der die Kirche nicht zur Mutter hat.“
Positiven Erfahrungen von der Kirche
In Kleingruppen reflektierten die Teilnehmer ihre persönlichen Erfahrungen und ihre Haltung zu der Kirche: Hast Du schon Situationen erlebt, in denen die Kirche angegriffen oder schlecht gemacht wurde? Wie hast du dich da gefühlt? Wie hast du reagiert? Welche positiven Erfahrungen hast du von der Kirche, die du anderen erzählen kannst? Was würdest du tun, wenn dir Fragen kommen oder gestellt werden, auf die du keine Antwort hast? Wo findest du Hilfe? „Für mich ist GetStrong eine positive Erfahrung der Kirche. Hier erlebe ich eine lebendige Freundschaft mit Christus und eine frohe Gemeinschaft. Da bin ich gerne dabei“, resümierte ein Teilnehmer bei der Abschlussrunde.